UzayTech
Fahrerüberwachungssystem — Innenraum-Sensoransicht
EU-Projekte1. Mai 2026·8 Min Lesezeit

MOTIONS: Europäisches Konsortium für Fahrerüberwachungssysteme

Im ITEA-Cluster-2025-Call mit Label-Nummer 25032 ausgezeichnet, will MOTIONS die Nachhaltigkeit, Sicherheit und Effizienz von elektrischen und vernetzten Fahrzeugflotten mit KI-basierter Fahrerverhaltens-Analytik steigern.

MOTIONS ist ein 13-Firmen-Konsortium, das Europas Driver Monitoring System (DMS) und Plattform-Architektur der nächsten Generation gestaltet. Das Projekt wurde im ITEA-Cluster-2025-Call bewertet und erhielt die Label-Nummer 25032; nationale Förderanträge laufen aktiv in vier Ländern.

Mit den eigenen Worten des Projekts: MOTIONS soll „eine KI-gestützte Plattform liefern, die Nachhaltigkeit, Sicherheit und Effizienz elektrischer und vernetzter Fahrzeugflotten erhöht." Das System nutzt Behavioural Analytics, Edge Computing und Routenoptimierung, um Echtzeit-Fahrer- und Fahrzeugdaten in operativ verwertbare Erkenntnisse zu verwandeln. Der Engineering-Scope geht weit über eine klassische DMS-Lieferung hinaus.

Konsortialstruktur

MOTIONS läuft mit einem umfangreichen Konsortium aus 13 Firmen und vier Ländern. Projektleitung: Hepsijet (Alper Gün). Eine der größten Stärken des Konsortiums sind die komplementären Expertisen — akademische Forschung, OEM-Perspektive, Tier-1-Tiefe und operative Flottendaten unter einem Dach.

13-Firmen-internationales Konsortium

HepsijetTürkeiProjektleiter
Karsan
TürkeiOEM
Renault Türkiye
TürkeiOEM
SmartiksTürkeiSoftware
InnovanceTürkeiAnalytik
Uzay TechTürkeiSystems & Validierung
Smart EyeSchwedenDMS-Sensorik
Sustainability InnoCenterSchwedenNachhaltigkeit
GoOptiSlowenienFlottenbetrieb
Solvesall LabsSlowenienKI / ML
Prometni InstitutSlowenienVerkehrsforschung
IST Lisboa
PortugalAkademie
NEXION EDGEPortugalEdge Computing

Technische Architektur und Ebenen

Die MOTIONS-Plattform basiert auf drei Kernebenen. Die erste ist die Sensorfusion im Innenraum: Gesichtskamera-KI für Aufmerksamkeitsdetektion, physiologische Daten (Herzschlag, Augenbewegung) und Echtzeit-Integration von Lenk- und Pedalverhalten. Die DMS-Hardware-Erfahrung von Smart Eye bildet die Grundlage dieser Ebene.

Die zweite Ebene ist die Edge-Computing-Optimierung: Vorverarbeitung im Fahrzeug bei optimalem Verhältnis von Kosten, Latenz und Energieverbrauch. NEXION EDGE und Solvesall Labs optimieren mathematisch, wie viel kritischer Fahrverhaltens-Entscheidungen im Fahrzeug bleibt und wie viel in die Cloud-Ebene gelangt.

Die dritte Ebene ist die Flotten-Analytik und Routenoptimierung: GoOptis operative Mobilitätsdaten, Hepsijets Last-Mile-Flottenrealität und Innovances Analytik-Backbone werden in einer dreidimensionalen Entscheidungshilfe vereint — Fahrverhalten, Fahrzeugzustand und Routeneffizienz.

Moderner Fahrzeug-Cockpit und Dashboard-Sensoren
Die MOTIONS-Plattform liefert eine dreischichtige Architektur zwischen Innenraumsensoren, Edge-Compute und Cloud-Analytik.

Die Rolle von Uzay Tech in MOTIONS

Uzay Tech übernimmt in MOTIONS in zwei zentralen Bereichen die Leadership. Der erste ist die Hauptverantwortung für die Entwicklung der Driver-Monitoring-System-(DMS)-Algorithmen — Erkennung des Fahreraufmerksamkeitsniveaus, Klassifikation von Müdigkeit und Ablenkung sowie die Ableitung verhaltensbezogener Signale im Flottenkontext werden vom Uzay-Tech-Team konzipiert und umgesetzt. Der zweite ist die End-to-End-Verantwortung für Systemintegration und Validierung: Die Zusammenführung der Module der 13 Partner zu einem kohärenten logischen Gefüge und der Betrieb in einem zu OEM-Sicherheitsanforderungen konformen Validierungsablauf liegt bei Uzay Tech.

13

Konsortialfirmen

4

Europäische Länder

25032

ITEA Label Nr.

Fahrerüberwachungs- und Flottentelematik-Hardware
MOTIONS Edge-Schicht: Sensorfusion, Vorverarbeitung und Cloud-Uplink unter fahrzeugseitigen Echtzeit-Constraints.

Erwartete Marktwirkung

MOTIONS' KI-basierte Fahrverhaltens-Analytik bedeutet für gewerbliche Flottenbetreiber direkte Kostenreduktion und versicherbare Risikominderung. Die EU-Verordnung zur Allgemeinen Sicherheit (GSR) — insbesondere Phase 2 — schreibt DMS für Schwerlastfahrzeuge und N-Kategorien vor. MOTIONS positioniert sich an der Kreuzung von Regulierungskonformität und operativer Effizienz.